Station 1:
Die Engelsburg (italienisch Castel Sant’Angelo) in Rom wurde ursprünglich als Mausoleum für Kaiser Hadrian (76–138) und seine Nachfolger errichtet und später von verschiedenen Päpsten zur Burg umgebaut.
Der Bau wurde im Jahr 139 fertiggestellt.
Die Oberseite des Zylinders war vermutlich als ein
Garten mit Zypressen gestaltet.
An der Spitze stand eine Quadriga, die Hadrian als Sonnengott zeigte.
Der Stil geht auf die noch viel älteren Grabbauten der Etrusker zurück.
Als ab dem Jahr 271 die Stadtmauer von Kaiser Aurelian verstärkt wurde, integrierte man das solide gebaute Mausoleum als Zitadelle in die Befestigungen.
Den heutigen Namen erhielt die Anlage im Jahr 590, als in Rom die Pest wütete.
Papst Gregor I. der Große soll über dem Grabmal die Erscheinung des Erzengels Michael gesehen haben, der ihm das Ende der Pest verkündete, indem er das Schwert des göttlichen Zorns in die Scheide steckte
(Bild 3).
Da die Pest wirklich zu Ende ging, erinnert heute noch die Statue des Engels auf der Spitze des Gebäudes an diese Episode.
Ab dem 10. Jahrhundert war die Engelsburg im Besitz der Päpste und diente als Zuflucht, unter anderem während der großen Plünderung Roms im Jahr 1527.
Ebenso flohen die Päpste Gregor VII. und Pius VII.
Ein ca. 800 Meter langer Gang, der
Passetto di Borgo (Bild 4), verbindet seit 1277 die Engelsburg mit dem Palast des Papstes im Vatikan.
Die Engelsburg diente in späteren Jahren auch als Gefängnis der Inquisition.
Giordano Bruno, Galileo Galilei und Alessandro Cagliostro waren beispielsweise berühmte Gefangene der Engelsburg.
Blick auf die Engelsburg über die Engelsbrücke, die in der Antike als die schönste Brücke der Welt galt.
Erkennbar sind alle zehn Engelsstatuen von Gian Lorenzo Bernini (1598–1680).
(Quelle/Bild: Wikipedia
)
"Engel mit dem Kreuz", eine der zehn Engelsstatuen, die jeweils ein Symbol der Passionsgeschichte tragen.
(Quelle/Bild: Giampaolo Macorig
)
Die Figur auf der Spitze der Engelsburg stellt den Erzengel Michael dar.
Indem er das Schwert des göttlichen Zorns in die Scheide steckte, kündete er vom Ende der Pest.
Die heutige Bronzefigur wurde 1752 vom flämischen Bildhauer Peter Anton von Verschaffelt (1710–1793) gestaltet.
(Quelle/Bild: Wikipedia
)
Der Passetto di Borgo ist ein ca. 800 Meter langer, mittelalterlicher Fluchtgang vom Vatikan zur Engelsburg, der teils oberirdisch, teils innerhalb der Mauer verläuft.
Begehungen sind nur nach Voranmeldung möglich.
(Quelle/Bild: Wikipedia
)
Die Engelsburg lässt sich in seiner heutigen Gestalt in fünf Ebenen einteilen.
Von der untersten Ebene führt eine ca. 120 Meter lange Rampe spiralförmig aufwärts.
(Quelle/Bild: Wikipedia
)
Detailaufnahme vom "Engel mit der Lanze", eine der zehn prachtvollen Engelsstatuen im Barockstil.
(Quelle/Bild: AK***
)
Vedutenmalerei von Gaspar van Wittel (1653–1736), die ca. 1685 entstand.
Veduten sind wirklichkeitsgetreue Darstellungen einer Landschaft oder eines Stadtbildes.
Der Maler niederländischer Herkunft war in Italien bekannt unter dem Namen
Gaspare degli occhiali (dt.
Kaspar mit der Brille).
(Quelle/Bild: Wikipedia
)